Zwei neue Projekte im Agenda-Repertoire

Eine große Stärke unserer Arbeit ist die Vielseitigkeit und Flexibilität, die unsere verschiedenen Projekte mit sich bringen. Sie geben uns die Möglichkeit, immer wieder neue Dimensionen von nachhaltiger Entwicklung und globalen Themen zu bearbeiten und so auf der Höhe der Zeit und nah am Bedarf hier in Trier zu bleiben. Entsprechend freuen wir uns sehr, zwei Neuzugänge im Agenda-Repertoire vorzustellen. So unterschiedlich sie im ersten Moment wirken mögen, verbindet sie dabei ein großes, übergeordnetes Ziel: Gutes, gesundes Zusammenleben für alle Menschen in unserer Stadt.

FairWeg – Fairanstalten für alle!

Im Prinzip ist FairWeg bereits eine bekannte Marke in unserer Arbeit: Seit 2020 arbeitet unser Projektteam im Rahmen des Projekts an praktischen Hintergrundinformationen zu Nachhaltigkeitsthemen, einer wachsenden Datenbank regionaler Anbieter:innen sowie regelmäßig spannenden Blogbeiträge zu aktuellen Themen. Herzstück und Mittelpunkt ist dabei stets eine digitale Karte, die sich ganz nach den individuellen Ansprüchen filtern, verschieben und vergrößern lässt. Außerdem ist im vergangenen Jahr, in Zusammenarbeit mit der Stadt Trier, der Leitfaden für nachhaltige Veranstaltungen in Trier entstanden, welcher als Standard Orientierung und Selbstverpflichtung schaffen soll.

Neu ist in diesem Jahr nicht nur der Fördergeber des Projekts, sondern mit ihm auch der thematische Schwerpunkt. FairWeg wird im aktuellen Projektzyklus (2022-2025) von der Aktion Mensch zum Schwerpunkt Inklusive und Barrierearme Events gefördert. Wir als Lokale Agenda 21 freuen uns sehr, damit den perfekten Partner für den Themenschwerpunkt Inklusion und barrierearme Events an unserer Seite zu haben. Möglich machen diese Förderung die rund vier Millionen Menschen, die an der Soziallotterie teilnehmen. Als größte private Förderorganisation im sozialen Bereich in Deutschland fördert die Aktion Mensch Projekte, die die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung, Kindern und Jugendlichen verbessern und das selbstverständliche Miteinander in der Gesellschaft fördern.

Mehr zum Projekt gibt es kurz zusammengefasst hier auf unserer Website – und ein Blick auf FairWeg selbst lohnt sich natürlich auch immer!

Stadtgrün in Trier als Maßnahme zur Klimawandelanpassung und Schaffung von Begegnungsstätten

Der zweite Neuzugang steht vor einem Hintergrund, den wir gerade in diesen heißen Tagen besonders gut nachvollziehen können dürften: Trier ist im Klimastress. Am 09. August 2020 wurden die heißesten Temperaturen Deutschlands mit 38,6°C in Trier gemessen – in Anbetracht des Klimawandels und dessen katastrophalen Auswirkungen auf Umwelt und menschliches Wohlergehen ist die Tatsache, Hot Spot in Deutschland zu sein, für unsere Stadt ein absolutes Warnsignal. Mit dem neuen Projekt Stadtgrün in Trier als Maßnahme zur Klimawandelanpassung und Schaffung von Begegnungsstätten wollen wir konkrete Schritte zu mehr Lebensqualität angesichts des Klimawandels ermöglichen.

Im Kern ist das Vorhaben ein Bildungsprojekt zum Thema Dach- und Fassadenbegrünung, in dem bürgerschaftliches Engagement und Eigeninitiative für mehr Stadtgrün gefördert werden sollen. Innenhöfe, Fassaden und Dächer sollen begrünt werden, um so durch Schattenspende und Verdunstung städtischen Hitzeinseln vorzubeugen.

Das Projekt ist seit August 2022 bei der LA21 angesiedelt und auf eine Laufzeit bis Ende Juli 2024 angelegt. Ziel ist die Konzipierung und Durchführung einer Reihe von Beteiligungs-Workshops. Orientiert an den Bedarfen der verschiedenen angesprochenen Zielgruppen (sprich Einwohner:innen, Unternehmer:innen und Institutionen, wie etwa die Stadtverwaltung) sollen diese Angebote informieren und befähigen. Denn: Ziel und Fokus des Projekts ist nicht die konkrete, eigenständige Begrünung von Flächen durch das bei der Lokalen Agenda 21 angesiedelte Projektteam – viel mehr geht es darum, konzentriert Wissen, Engagement und Mittel zu bündeln, um so Begrünung in Trier zu ermöglichen.

Bezugspunkt der geplanten Aktivitäten ist der durch bauliche Verdichtung, Versiegelung und dem verhältnismäßig geringen Grünanteil besonders klima-gestresste Innenstadtbereich Triers. Dies ist in doppeltem Sinne passend, da “Trier begrünt!” von Beginn an auf Sichtbarkeit und gute Zusammenarbeit mit möglichst vielen Institutionen in der Stadt setzen soll. Neben Expert:innen aus der Verwaltung und den entsprechenden Fachbereichen der Hochschulen sollen hier in jedem Fall Aktive aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit einbezogen werden.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Mehr zum Projekt findet sich in Kürze auf unserer Website hier, sowie auf unseren Social Media-Kanälen.