Fair, inklusiv und voller Lebensfreude – Das erste FairWegFestival war ein nachhaltiger Erfolg

Am 22. Juni richteten sich für unseren Verein alle Augen und Ohren in den Palastgarten, schließlich stand mit dem ersten FairWegFestival in Zusammenarbeit mit dem SCHMIT-Z e.V. die größte Veranstaltung im Agenda-Jahr ins Haus. Genauer gesagt richtete sich ein großer Teil der Aufmerksamkeit aber zunächst auf den Wetterbericht: Wer hätte auch damit gerechnet, dass es Petrus Ende Juni noch so spannend mit dem Sommerwetter macht? Um dieser im wahrsten Sinne des Wortes über allem hängende Frage aber bereits hier zu beantworten – das Wetter hielt und am Nachmittag ließ sich als gutes Zeichen sogar die Sonne über dem Queergarten blicken.

Buntes Treiben auf der Wiese vor dem Queergarten

Am Vormittag ging es dann mit vielen Mitmachaktionen und Info-Ständen los. Denn das ist das Neue und Besondere an dem Event-Konzept, das gedanklich mit der Auszeichnung von unserem Bildungsprojekt “FairWeg – Fairanstalten für alle!” als Projekt Nachhaltigkeit im vergangenen Jahr seinen Anfang nahm: Ein inklusives, kostenloses und interaktives Festival mit einer unaufgeregten Mischung aus Ständen regionaler Vereine und Institutionen, gutem Essen und buntem Bühnenprogramm.

Insgesamt präsentierten 13 verschiedene Einrichtungen ihre Arbeit im Spiegel der 17 Nachhaltigkeitsziele. Von der AG Frieden, die mit der Aktion ‘Sadakos Kraniche‘ an die verheerenden Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki erinnerten, über die Feministische Vernetzung Trier mit der Möglichkeit zum Gestalten von Zines zu feministischen Themen, hin zu Greenpeace Trier, die mit einer Kleidertauschbörse für gelebte Nachhaltigkeit einstanden. Die große Vielfalt im Engagement für nachhaltige Entwicklung hier in Trier darzustellen, darin lag eine der grundlegenden Ideen des Open Air-Events.

Agenda-Engagement sichtbar gemacht

Auch die Lokale Agenda selbst war mit einem gut besuchten Stand zum 25. Jubiläumsjahr vertreten. Neben einer großen Geburtstagstombola boten Mitmachaktionen zum Herstellen von Armbändern aus Naturmaterialien und zum Gestalten von Pflanzgläsern tolle Gelegenheiten, um den Bogen zu anderen wertvollen Projekten der LA21 zu schlagen, beispielsweise “Trier Begrünt!”. Möglich gemacht wurde der Agenda-Stand gleichermaßen durch großes Engagement von Vorstand, Geschäftsstelle und motivierten Mitgliedern – an dieser Stelle also ein riesiges Dankeschön an alle helfenden Hände während, vor und nach der Veranstaltung!

Hervorzuheben ist dabei die Energie unseres Mitglieds Mathias Monzel, der mit einer Balkon-Solaranlage im Gepäck Mitstreiter:innen für klimafreundliche Energieproduktion zuhause suchte – und erfreulicherweise auch fand. Viele interessierte Festivalgäste ließen sich beraten und trugen sich für mehr Informationen oder gar für eine gemeinsame Sammelbestellung von Solarmodulen am Stand ein; so geht bürgerschaftliches Engagement für Klimaschutz vor Ort!

Die Besucher:innen des Festivals zwischen Kurfürstlichem Palais und mittelalterlicher Stadtmauer konnten aber noch viel mehr entdecken. So gab es bei der Stefan-Morsch-Stiftung die Möglichkeit zur Typisierung für Stammzellenspenden, die Pflegeschüler:innen der Karl-Borromäus-Schule des Klinikums Mutterhaus gaben Tipps und Tricks aus der Krankenpflege preis und die TUFA informierte über ihr vielfältiges Kulturprogramm 2024. Und damit niemand hungrig oder durstig auf dem Festivalgelände strandete, sorgten die fantastischen Pizza-Bäcker:innen von Pizza Pazzo und das Gastro-Team des Queergartens für beste Versorgung mit Speis und Trank.

Ein Akzent auf Barrierefreiheit vor Ort

Eine besondere Freude war es, Kooperationspartner:innen aus unserem Projekt FairWeg aktiv einbinden zu können. So stellten sich sowohl die Universität Trier mit dem Green Office und den Psychologists For Future, als auch die Hochschule Trier mit Arbeiten aus dem Fachbereich Gestaltung vor. Ebenso waren das SCHMIT-Z mit dem Bildungsprojekt SCHLAU, der Club Aktiv mit Spielen rund um das Thema Behinderung, sowie Autismus Trier vertreten. Ein besonderes Highlight hier: Ein Ruhezelt abseits des Geschehens, in dem Menschen mit und ohne Neurodivergenz abschalten und entspannen konnten.

Eine direkte Verbindung zwischen Stand-Treiben und Bühne boten beim Event die musicRLPwomen*, ein Zusammenschluss von Akteur:innen der Musik- und Kreativbranche in Rheinland-Pfalz, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, weiblich gelesene Personen in diesem Bereich sichtbarer zu machen, untereinander zu vernetzen und auf das Ungleichgewicht auf und hinter den Bühnen in der Musikbranche aufmerksam zu machen. Hier durften wir unter anderem Hanne Kah begrüßen, die später auch auf der Bühne ihre Kunst zum Besten gab.

Generell nutzte das Projektteam von FairWeg die Erfahrungen aus der Arbeit mit Veranstaltenden aus der Region zum inklusiven Event-Management dazu, das Festival für so viele Menschen wie möglich zugänglich zu machen. Barrierefreie Toiletten, gute Kommunikation auf und vor der Veranstaltung, ein Awareness-Team vor Ort und Rollstuhlmatten auf dem Rasen trugen zu einer klaren Message bei: Gute Events müssen inklusiv und nachhaltig gedacht werden. Hier bedanken wir uns ganz herzlich bei der KulturKarawane Trier für Unterstützung und Beratung!

Diverses Line-Up auf der Bühne mit vielen Überraschungen

Gegen Mittag kamen mit der Sonne auch immer Menschen zum Festival und das Bühnenprogramm startete. Die Trierer Indie-Band Papertones lieferte direkt zu Beginn ab und hebte schon einmal die Stimmung für die Mainzer Singer-Songwriterin Hanne Kah. Danach ließ die Stimmung auch nicht nach. Ganz im Gegenteil: ALP!NA WE!SS BESCHE!D heizte den Queergarten noch weiter auf und zum krönenden Abschluss konnten wir die Trierer Musik-Comedienne Coremy auf der Bühne willkommen heißen.

Zum Abschluss des fairtastischen Tages brachte unser Moderationsduo Svantje und Adrian dann die Köpfe bei unserem berühmt-berüchtigten Quizabend zum Rauchen. Über 30 Teams waren bereit, um ihr Wissen rund um allerlei Kurioses aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Gesellschaft und Inklusion unter Beweis zu stellen – und dabei mit viel Spaß um wundervolle Preise zu kämpfen. Letztlich hatte hier das Team “Pfaird im Weg” die Nase vorn und konnte sich den größten Kneipenquiz-Preis aller Zeiten sichern – eine Nachtzugreise für das komplette Team mit dem belgisch-niederländischen Start-Up European Sleeper.

Alles in allem bleibt zu sagen: Es war uns ein Fest, das 25 Jahren Vereinsarbeit eine würdige Geburtstagsfeier bot! Selbstverständlich sind wir bereits in den ersten Überlegungen für das FairWegFestival 2025 – vielleicht gibt es dazu ja bereits bald mehr Infos…

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Standgebenden, Ehrenamtlichen und natürlich Gästen, die diesen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Ein besonderer Dank geht an Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die die Schirmherrschaft für diesen besonderen Tag übernahm, ebenso wie an Markus Nöhl, der mit einem Grußwort in seiner Rolle als Kulturdezernent das Festival eröffnete.

Ermöglicht wurde das Festival durch die finanzielle Unterstützung der Stadt Trier und der Aktion Mensch. Der Agenda-Quizabend fand in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz statt.

Übrigens: Die wunderbaren Fotos stammen von Luca Natale!

Unsere Sponsor:innen und Fördergebenden beim FairWegFestival 2024

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