Agenda-Kino Online: Todschick – Die Schattenseiten der Mode (in Anwesenheit der Regisseurin)

Datum/Zeit
Date(s) - Mo, 26.04.2021
18:30 - 20:30

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Am Montag, dem 26. April 2021, zeigt das Agenda-Kino ab 18:30 Uhr den Film “Todschick – Die Schattenseiten der Mode” (D | 2015). Als Gesprächspartner werden die Regisseurin Inge Altemeier, sowie Kalpona Akter, Aktivistin für Arbeitnehmer*innenrechte in Bangladesch und Akteurin im Film, zugeschaltet sein. Um vorherige Anmeldung per Mail an Anmeldung@kolping-trier.de wird gebeten – wir freuen uns auf einen spannenden und nachhaltig wirksamen Filmabend!

Inhalt

Jede Woche landet neue Ware in den Geschäften der großen Modeketten. Seit vielen Jahren versprechen Modefirmen saubere und faire Produktionsbedingungen. Bei der Textilproduktion in den Billiglohnländern werden jedoch nicht einmal die Menschenrechte eingehalten. ArbeiterInnen sterben für die Mode, ob Feueropfer in Produktionsstätten oder bei der Rana Plaza Katastrophe, wo über .200 Menschen umkamen. Können Selbstverpflichtungen der Unternehmen diese Misere beenden oder müssen weltweit wirksame Gesetze her? Die Rechtsanwältin Marie Laur Guislan reist zur Beweisaufnahme im Fall des französischen Konzerns AUCHAN nach Bangladesch, denn in den Trümmern des Rana Plaza Gebäudes wurden auch deren Markenzeichen gefunden. Parallel dazu verabschiedet Frankreich ein neues Gesetz, nach dem international operierende Konzerne für die Einhaltung der Grundrechte entlang der gesamten Lieferkette haften. Dagegen setzt Deutschland weiter auf Selbstverpflichtungen der Unternehmen, Siegel und Zertifikate. Auf Druck des Internationalen Gewerkschaftsverbands haben 200 große Mode-Firmen ein Abkommen zur Gebäudesicherheit in Bangladesch unterzeichnetet. Damit verpflichten sie sich, ihre Zulieferfabriken auf Sicherheitsstandards überprüfen zu lassen. Das Ergebnis, das die unabhängigen Prüfer ermittelten, ist erschreckend: In allen Fabriken gibt es erhebliche Sicherheitsmängel. 28 Fabriken mussten sofort geschlossen werden. Der Film führt in marode Fabriken in denen H&M und KIK produzieren lassen, ArbeiterInnen und Fabrikbesitzern erläutern, was Modekonzerne unternehmen, um die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen zu beenden.

Regie: Inge Altemeier, Reinhard Hornung
Deutschland 2016
52 Minuten
Filmpaten und Nachgespräch

  • Kolpingwerk Trier
  • Katholische Arbeitnehmerbewegung im Bistum Trier
  • Amnesty International Trier
  • Lokale Agenda 21 Trier